Machet Auf Das Tor: TINDERSTICKS – The Waiting Room

Wenn Stuart Staples das Mikrofon ergreift und in freundlichstem baritonem Gemurmel seine Weisheiten unters Volk mischt, gehen vielen die Herzen auf…

Es ist wieder nun wieder so weit.

TINDERSTICKS

neues Album
The Waiting Room
ist da – was für ein Beginn diese noch recht jungen Jahres..

Noch nie in ihrer Karriere haben sie eine schlechte oder gar nur mittelmäßige Platte gemacht. Dies ändert sich erwartungsgemäß auch mit ihrem elften Studioalbum in ihrer 25-jährigen Bandgeschichte nicht.

Nachdem einige Filmprojekte, zu denen sie Soundtracks beisteuterten zu Ende gebracht wurden, konnten sie sich erneut zusammentun und auf neue Songs konzentrieren. Zudem gibt es zu jedem Song ein Videoprojekt (über ihre Homepage anzuschauen), welche von verschiedenen Regisseuren umgesetzt wurden.
Ganz ohne visuelle Begleitung geht es demnach auch hier nicht.

Im Mittelpunkt ihrer Interpretation von leicht rauchig-düster-melancholischen Erlebnissen in Moll steht nach wie vor das unnachahmlich schmeichelnde Organ des Herrn Staples, das hier offen und direkter klingt denn je zuvor.

Zusätzlich wurde für The Waiting Room verschiedenste Verstärkung herangerufen wurde.

So unterstützt bei We Are Dreamers Jehnny Beth  (von Savages) oder die inzwischen verstorbene Kanadierin Lhasa De Sela (eine enge Freundin von Staples) die Band beim schon vor der Veröffentlichung der LP zu hörende Hey Lucinda und werden zu besonderen emotionalen Highlights des Albums.

Vor allem das fast am Ende des Werkes stehende We Are Dreamers besticht durch Intensität und Dynamik bevor im Schlussstück Like Only Lovers Can die typischen Qualitäten der Band voll zur Geltung kommen.

Insgesamt fällt vor allen in der ersten Häfte der Platte der verstärkte Bläsereinsatz und die  gehobene Rhythmik ins Gewicht ebenso wie die rein instrumentalen Interpretationen, wie die sparsame Einführung Follow Me oder auch Fear Of Emptiness, die sich auch gut in Verbindung zu ihren cineastischen Ausflüge bringen lassen.

Die für sie typischen, für Neuhörer eher ungewöhnlichen Arrangements lassen aufhorchen und spätestens beim dritten Durchlauf hat man ihre neuen Songs in sich aufgesaugt, in die persönliche

TINDERSTICKS

-Hitliste integriert und erwartet ungeduldig deren Livedarbietungen.

tinder

Follow Me
Second Chance Man
We Were Once Lovers
Help Yourself
Hey Lucinda
Fear Of Emptiness
How He Entered
The Waiting Room
Planting Holes
We Are Dreamers
Like Only Lovers Can

° ° °

° ° °
90/100

Live:

13. & 14.2. Berlin, Volksbühne
7.3. Zürich, Kaufleuten
9.3. Wien, Konzerthaus
10.3. Prag, Archa Theater
11.3. München, Kammerspiele
12.3. Stuttgart, Im Wizemann
13.3. Köln, Gloria
14.3. Hamburg, Kampnagel

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