Wattsehell: CHOIR OF YOUNG BELIEVERS – Grasque

Ich weiß nicht was soll es bedeuten, so sprach einst ein bedeutender Mann.
Und ch weiß nicht, was ich hiervon halten soll.

War ich noch vom Debüt begeistert, war Rhine Gold schon ein wenig gewöhnungsbedürftig und jetzt…
Grasque.

Schnell merkt  man, man muss sich Zeit nehmen, um ein wenig an die neuen Songs heran zu kommen, es ergibt sich nicht von allein, man findet sich nicht sofort wieder in den Strukturen der neuen Platte.

Hatten wir bislang bei der Nennung des

CHOIR OF YOUNG BELIEVERS

Veröffentlichungen ein von  meist sanftmütigen Gitarren getragenes Pop-Grundgerüst in unseren Köpfen, haben  diemal ein genreübergreifendes, synthetisch gezeichnetes Easy-Listening und Entspannungsmusiksspektakel vor uns, zu dem der Zugang nicht leicht fällt.

Die Einleitung  Olimpiyskiy stellt eine instrumentale Vorbereitung auf das dar, was uns in den folgenden Songs erwartet. Es fehlen neben Harfen eigentlich für die Wellness nur noch Walgesang und Meeresrauschen. Stimmlich führt uns Mastermind und Kopf
Jannis Noya Makrigiannis in eine persönliche Aufbereitung seiner neuesten musikalischer Phantasien.

Face Melting (nur als kurzes Beispiel genannt) geht einem mit seinem wirren, hingehauchten Gesang und orientalisch anmutenden Einspielern fast ein wenig auf die Nerven.
Die in dänisch, griechisch und englisch vorgetragenen Songs wabern vor sich hin ohne zum Punkt zu kommen, ohne dass es mir auch bei mehrmaligem Hören möglich wäre, ein Stück wirklich vom anderen zu unterscheiden. Geschweige denn, dass mir eine Melodie im Kopf geblieben wäre. Zu zerrüttet und chaotisch die Zusammensetzung mit Weichzeichner, es wirkt vieles verwaschen und seicht.
Schade eigentlich um eine Band, die mir damals ans Herz gewachsen war, deren Entwicklung ich nun aber nicht nachvollziehn möchte.

Am Ende noch ein Verweis mit einem (aus dem Zusammenhang gerissenen) Zitat aus der SPEX  „Grasque präsentiert sich als merkwürdige Mischung aus übersteigertem Selbstbewusstsein und unentschlossenem Rumprobieren. Alles geht – doch nicht alles passt auch wirklich zusammen.“

coybgrasque

 

 Olimpiyskiy
Serious Lover
Vaserne
Face Melting
Græske
Jeg Ser Dig
World War
Sax
Perfect Estocada
Salvatore
Gamma Moth
Does It Look

 ° ° °

43/100

Live:
11.4. Bielefeld, Forum
12.4. Hamburg, Aalhaus
13.4. Berlin, Kantine am Berghain

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