Mit vereinten Kräften: POLIÇA – United Crushers

Schon seit Beginn Ihrer Karriere stehen

POLIÇA

ziemlich einsam da.

Unverwechselbar und deshalb ziemlich einzigartig.

Geheimnisvoll und brodelnd auf ihrem Debüt Give You The Ghost, mit Shulamith haben sie ein ungezügeltes und nicht auf Anhieb zugängliches Werk vorgelegt, mit ihrem neuesten Schlag
United Crushers
machen sie dort weiter und verbreiten eine kühle Wärme, ähnlich der, mit der Goldfrapp in ihren ersten Alben aufwarteten.

Channy Leaneagh verschafft uns wieder die düstere Wohligkeit, die sich bei ihren loopigen Synthiesounds unweigerlich einstellt.. Knarrende Basslines, komplexe Klänge unterlegt mit pumpenden Drums. Das Gefühl, mit eingepullerter Hose im Eisschrank gefesselt zu sein. Kühl und unnahbar, gleichzeitig aber nie indiffernt sondern höchstpersönlich.

Die Songs auf
United Chrushers
handeln von Selbstzerstörung, den Alltäglichkeiten der industriellen Welt, dem Zusammentreffen verschiedener Kulturen, Gewalt.
Hier wird außerhalb der üblicherweise typischen „Ich will Dich, willst Du mich, ja, wann, wo unter dem Sonnenschirm“-Texturen auf Vermittlung von den Künstlern relevanten Themen gesetzt. Zudem kommt die bereits von den ersten Alben genutzte Technik, die Stimme zu verhallen und durch den Vocoder zu jagen. Hierdurch entsteht ein gewisser Abstand, eine Kühle, die der durchgängien, leicht dunklen Gesamtstimmung zugute kommt und die Unverwechselbarkeit der Band ausmacht.

Eingängige und hängenbleibende Melodien sind nicht das, was

POLIÇA

auszeichnet.
Sie setzen viel eher auf gekonnte Fesselungstechniken, beschwörerische Sounds und athmosphärische Dichte.

United Chrushers
besticht durch seine Komplexität, seine Brüche, seine Unnahbarkeit.
Man ist gefesselt von den klanglichen Utopien, die hier Einzug gehalten haben.

Mit ihren trockenen Beats nicht leicht zu fassen, fühlt man sich doch umgehend hingezogen zu den geheimnisvoll anmutenden Sounds, die sich oft (Wedding) nicht schlecht als Tanzbodenfüller machen

Kind
beispielsweise kommt mit einer Grundstimmung nicht weit von The XX entfernt, verbindet diese mit eindringlichem Gesang und entlockt beim Hören den ein oder anderen wohligen Schauer. Und was gibt es Schöneres als sich mit einem Album, das einen in verschaltelt geheimnisvolle Gefühlswelten eintauchen lässt unter die Decke zu kuscheln oder einfach nur zurückzuziehen vom Alltag und den mysteriösen Klängen zu lauschen?

policalp

Summer Please
Lime Habit
Someway
Wedding
Melting Block
Top Coat
Lately
Fish
Berlin
Baby Sucks
Kind
Lose You

° ° °

92/100
Live:
24./26.6. Hurricane Festival, Scheeßel
24./26.6. Southside Festival , Neuhausen ob Eck
27.10. Köln, Die Kantine
28.10. Frankfurt, Batschkapp
29.10. Hamburg, Uebel & Gefährlich
4.11. Berlin, Astra

5.11. München, Technikum

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