Treiben lassen: ESKOBAR – Magnetic

Magnetic
heißt das neue Album von

ESKOBAR.

Jeder Magnet hat bekanntlichermaßen zwei Seiten.
Die eine anziehend, die andere eher abstoßend.

Irgendetwas nicht ganz Greifbares hat sich getan.
Vielleicht liegt die Veränderung des Sounds auf dem nun erscheinenden neuen Album tatsächlich am egagierten Produzenten, Oscar Harryson, der in der schwedischen Heimat bislang meist mit Acts aus dem Electro- und Hip Hop-Bereich zuammengearbeitet hat. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass Daniel Bellqvist und Frederik Zäll das Gefühl hatten, nun, fast acht Jahre nach dem Erscheinen von Death In Athens, ihres letzten Albums etwas neues nachlegen zu müssen.

Das, was uns hier zu Ohren getragen wird, ist leider nicht nur beim ersten Durchgang zeitweise frustrierend einfallslos, gleichförmig und wenig aussagekräftig.
Bemerkenswert: Sie  haben statt (auch vorhandenem) Uhh-Uhh-Uhh und La-La-La einen ausbaufähigen neuen Ausruf in einen ihrer Songs eingebaut.
Woho-Wohohohooo.
Schon im zweiten Song.
Grab Me.
Irgendwie gibt es Dinge, die man nicht hören möchte. Muss.
Woho-Wohohohooo.

Und textlich?
Nun: Lift Me Up. Take Me High.
Genug? Ja.

Esca-ha-heee-hee-jeee-hee-ee-eeehip.
Wir können ganz hoch. Take Me High.

Zusätzlich haben wir, nur halbbös gesagt, eine Discomelange und Schlagerparade für die Generation Plus.
Wie gern erinnere ich mich an Tell Me I’m Wrong, das grandiose Snowman oder das wunderbare Duett mit Heather Nova Something New.
Wohin sind nur die Ecken und Kanten, ihre leicht schrägen Töne?

An Eingängigkeit mangelt es derweil auf
Magnetic
nicht, eher ist das hier Gehörte von vielen Songs, die im Einheitsbreiradio dudeln
kaum zu unterscheiden.
Persönlichkeit und Struktur ist das, was den meisten Songs leider fehlt.

Es glittert, es glitzert, es stampft.

Als Nebenbei-Musik laufend würde ich sicher ab und an den Kopf heben und wohlwollend nicken, aber mit großer Freude die Kopfhörer überstülpen? Eher nein.

Natürlich fehlt es auch auf diesem Album nicht an dem, für das wir die Band schon seit geraumer Zeit lieben:

Catchy Refrains und diese typische Stimme, die zum Träumen einlädt. Die Dich umgarnt. Umschmeichelt. In ihren guten Momenten.
In den anderen.. siehe oben.

Vielleicht sind

ESKOBAR

noch immer

ESKOBAR.

Vielleicht bin ich da irgendwie rausgewachsen.
Vielleicht muss man nicht jede Entwicklung nachvollziehen können.

Wenn aber eine der entfernt zu den Lieblingsbands zählenden Band recht unerwartet in derart seichte Gefilde abdriftet, ist das schon eine Enttäuschung. Hmpf.

Eskobar-Magnetic-Cover-center-768x767.jpg

Untrap Yourself
Grab Me
Starlight
Escape
Rocket Ship
Minute After Minute
To The Rescue
You’re My Choice
Our Song
Magnetic
We Had A Good Run

° ° °

 

56/100

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