Die Hoffnung stirbt zuletzt: JAMES – Girl At The End Of The World [VÖ: 18.3]

In ihrer mittlerweile über 32-jährigen Bandgeschichte gab es eine Menge an Auf’s und Ab’s. Das Leben einer Band ist ja schon irgendwie wie das richtige Leben.

JAMES.

Ihre Alben (dreizehn!) wurden 13 Millionen Mal verkauft.

Nun liegt mit
Girl At The End Of The World
Longplayer Nummer Vierzehn vor.

Und es geht ihnen wie vielen alternden Stars: Die richtige spritzige Idee mag zwar irgendwo versteckt in ihnen schlummern, von der Möglichkeit und der hörbaren Motivation neue Hits wie beispielsweise Laid oder Sit Down zu produzieren sind sie aber kilometerweit entfernt.

Das Abgleiten ins Seichte scheint wie jüngst Eskobar, Travis oder.. eben ihnen vorbestimmt. Wenn man es denn einfach nicht lassen kann.

Dabei ist
Girl At The End Of The World
nicht wirklich ein unhörbares Album geworden.

Mal kurz interpretiert:
To My Surprise tuckert beatboxmäßig von vorn bis hinten. Der eingespielte Gesang soll Energie transportieren, bleibt aber in der eigenen Wunschdenkmaschine stecken..

Das anschließende Nothing But Love mit Mandolinen und sehnsuchtsvollen Chor sowie Bläserhintergrund weckt Erinnerung an Costa Cordalis. Man stelle sich nur einen deutschen Text vor und die dazugehörende Präsentation durch Dieter Thomas Heck. Passt.

Das verzerrte Attention ist dünn und zieht mit weiten Synthieschleifen an einem vorbei ohne Aufmerksamkeit auf sich zu richten.

Dear John dann ganz anders.
Leise, trippelnd. Fast düster.
Eine feine Melodie erstreckt sich durch das Stück. Die Breaks und Pausen, mit verhallter Stimme gefüllt, gemahnen an coole Disco-Beats aus den späten Achtzigern.
Ein richtig guter Song.

Feet Of Clay dann = Born Of Frustration in schlecht
You remember?

Unspektakulär geht es weiter mit dem Surferlied.
(I Promised Myself.. I Promised I’ll Wait For You..)

Mit aggressiv unterlegtem verzerrt Gitarrengewirr dann Catapult (I’m Born In An Arsehole?), die Stimme erinnert mich hier ein wenig an Stan Ridgway, der sich an den
They Might Be Giants versucht..

Die südlicheren Gefilde dann im nächsten Song, Move Down South.. Western-Country-Slang, Gemurmel unterlegt mit nicht viel. Es genügt nicht, drei vier fünf ananeindergefügte Tonfolgen beständig zu wiederholen um damit dann wie Placebo klingen zu wollen.

Alvin wackelt heran, Do-Wop-A-Do-Wah.. Shakin‘ Stevens hatte das besser drauf und mit französisch sollten sie sich besser nicht versuchen.

Dann mit Waking endlich wieder ein Song, der nicht in Unkenntlichkeit versinkt, Blur-eske Lyrics und drängende Rhythmik.

Ganz am Ende, das titelgebende Stück Musik, schmachtet sich heran und gefällt sogar ganz gut (Living Next Door..) – und fast ohne Einschränkung, ohne aber für das Album das nötige Eisen aus dem Feuer zu holen.

Drei akzeptable Songs und ein richtig feiner sind mir leider, leider – viel zu wenig.

james.jpg
Bitch
To My Surprise
Nothing But Love
Attention
Dear John
Feet Of Clay
Surfer’s Song
Catapult
Move Down South
Alvin
Waking
Girl At The End Of The World
° ° °

http://www.vevo.com/watch/GBZA41600019

60/100

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