Fettes Grinsen: BLACK MOUNTAIN – IV

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(photos & allrights: BLACK MOUNTAIN / Jagjaguwar / Off The Record / Magdalena Wosinska)

Hoch auf dem gelben Wagen (hoch in der Concorde)
Fuhr sie in die schwarzen Berge (und die trug sie fort).

Sie hatte dabei:

– eine Portion Postrock
– Erinnerungen
– etwas Grunge
– mehrgeschlechtliche Stimmen- viele Gitarren
– Kraut
– Gewicht (heavy)
– Spaß

Natürlich ist das einfach IV (Pre-Order-Link) betitelte Werk das vierte Album der Space-Kraut-Postrocker von

BLACK MOUNTAIN.

Und natürlich ist das Cover ultracool.

black

 Mothers Of The Sun
  Florian Saucer Attack
  Defector
You Can Dream
  Constellations
Line Them All Up
  Cemetery Breeding
(Over And Over) The Chain
  Crucify Me
Space To Bakersfield

 ° ° °

So cool sein. Und gegen den Strom schwimmen. Können sie.
Artrock und Gegenpol (Antiheld klingt kacke), früher
waren da Pink Floyd, Led Zeppelin, Black Sabbath.

Können Sie auch, neu und natürlich aufgemotzt uptodate zeitgemäß, innovativ und äußerst attraktiv. Nicht alle neuen Besen kehren wirklich gut, so war das nicht zu verstehen.
Sie machen nun nicht wirklich alles neu, sie fügen ihren Songs auf dem neuen Album für sie bislang eher ungewohnte musikalische Attribute hinzu und ergänzen ihre Musik damit zu einem Brei, der ein ganz heißer (Scheiß) ist.

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BLACK MOUNTAIN

aus Vancouver sind
Stephen McBean, Colin Cowan, Jeremy Schmidt, Amber Webber und Joshua Wells.

Sie experimentieren mit den von ihnen wohlvertrauten Klängen und erweitern diese um neue, kreative Ideen, reiben ihre knarzenden Instrumente aneinander wie alte knorrige Bäume im Sturm, stützen sich, auch wenn vereinzelt eine Wurzel (Saite) reißt, kein Problem.
Kantige Riffs in Verbindung mit ein wenig La-la-La und Melodie, in all ihrer Energie lassen sie eine Lockerheit und Verspieltheit aufblitzen, der man nur ein fettes Grinsen entgegenzusetzen hat.
Ihr extravanten Gitarrenausflüge bringen sie (ganz aktuell) in (meinen Gedanken in) die Nähe der ebenfalls großartig aufspielenden Heron Oblivion.
Natürlich liegen Meilen dazwischen, trotz aller Unterschiede passen sie fast für meine Ohren gerade nahtlos zu- und ineinander. Wenn uns dann noch die Stimmen von Amber Webber und Meg Baird hintereinander in die Ohren krabbeln…

Ein ziemlich geile Platte für stürmische Zeiten. So oder so.

94/100

Live:
6.4. Zürich, Bogen F
7.4. Genf, PTR Usine
16.4. Berlin,– Lido

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