Höhenflüge: LEFT WITH PICTURES – Afterlife

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Orchestral unterlegt beginnt das
Afterlife.
Als ornamentale Einstimmung in das, was kommt.

Es ist ein spritziges, sprudelndes Werk prall gefüllt wie eine Wundertüte, aus der sich Popcorn, Lakritz, Weingummi, kleine bunte Schokotäfelchen, Pralinen und andere süße Köstlichkeiten ergießen.
Ein Füllhorn der Überraschungen, der beeindruckenden Sängereien, der Töne, die wie heißes Wasser in der Dusche über Deinen Körper rinnen, die wie Tautropfen perlen, ..zum Sturzbach werden  und mitreißend ein ums andere Mal ein Erstaunen beim Hörer hervorrufen.

Ein außergewöhnliches Klangwerk, dass uns mit ihrem nun vorliegenden dritten Album die Briten von

LEFT WITH PICTURES

hier auf den Plattenteller zaubern.
Ein nicht leicht zu fassendes Werk, ein nach Aufmerksamkeit geradezu schreiendes Opus, dass verzaubert und beeindruckt in nahezu jeder Minute.

Wenn auch nicht immer alles zueinander passen möchte, so erfährt man eindrucksvoll, wie majestetisch Orchester-Chamber-Pop-mäßig die Band um Stuart Barter, Toby Knowles und Tom Walker daherkommt, mit Folk-Gitarre, zarter elektronischer Untermalung und balladesken Klängen auf ihrem neuen Album, für welches sie sich seit der Veröffentlichung von In Time 2011 knapp fünf Jahre Zeit ließen.

Der thematischen Traurigkeit stehen meist hoffnungsvoll-romantische Klänge gegenüber, ein Gut und Böse, ein Schlimmschön, ein Zartbitter.

I’m Scared To Go To Sleep Tonight I Might Not Wake

Große Chöre, streichelnde Violinen, dazu die unbeschreibliche Stimme, die der Musik eine besondere Note hinzufügt. Fallen einem beim Hören ihrer Songs mitunter verschiedene Künstler ein, ist es schwierig bis unmöglich, Namen zum Vergleich nennen.

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„…als ich die Treppe herunterkam wurde mir bewusst, dass dies das letzte Mal sein könnte. Ich war nicht darauf vorbereitet. Ich konnte nicht sprechen, hätte mich auch nicht getraut. Du hast Deinen Fahrschein umgetauscht, kannst mir aber nicht sagen weshalb. Und bitte, was soll nur aus all dem Essen werden, das ich für unser Abendessen eingekauft habe..“
Stage Fright

Ihr kennt sicher noch die Wettbewerbe, bei denen jeder einen gasgefüllten Luftballon mit der eigenen Adresse, vielleicht einer kleinen Nachricht auf einer daran befestigten Postkarte starten lassen durfte.

So sind sie, die Songs auf
Afterlife.

Jede Melodie wie ein sich in hohe Winde erhebender Luftballon, man schaut ihm nach, freut sich, kneift die Augen zusammen und schließlich, wenn man ihn fast gar nicht mehr erkennen kann, setzt so etwas ein wie ein Gemenge aus Trauer und Hoffnung.

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 Multiplex
Body Mess
Terra Firma
Long Lane
The Howling
Whos’s There
Stage Fright
The Start
Last Man On Earth
Avert Your Eyes
The Night Watch

 ° ° °

° ° °
92/100

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