Drüber und drunter: SPOOKYLAND – Beauty Already Beautiful

spookymitchellmclennan.jpg

(photo & allrights: SPOOKYLAND / Mitchell Mc Lennan)

° ° °

Was hat doch dieser Mann für eine Stimme.
Man hört unweigerlich mit dem auf, was man gerade getan hat.
Das liegt nicht unbedingt an der Musik der australischen

SPOOKYLAND

das liegt eher am monumentalen Stimme von Marcus Gordon, der hier mehr als einmal auffällt und zu gefallen weiß.

° ° °
Vielleicht ist ja

SPOOKYLAND

die beste Band der Welt von der sie noch nie gehört haben?

Neben Sänger Marcus Gordon, seinem Bruder Liam sind noch Nath Mansfield und Nic Malouf sind noch mit von der Partie.

Wir bekommen eine gute Portion Rohkost vor uns hingeschmissen und müssen sehen, wie wir damit zurecht kommen.

Will sagen, es wirkt mitunter etwas ungehobelt und unfertig, was uns hier auf
Beauty Already Beautiful
erwartet.
Und wie der Titel schon suggeriert, es ist fast wunderschön. Immer wieder nur fast, immer knapp daneben, knapp vorbei.

° ° °
Und immer wieder horcht man auf, denkt sich, woher verdammt nochmal kenne ich das.. bevor einen diese markante Stimme wieder einholt. Man könnte ja der Ansicht sein, puh, das ist aber ganz schön anstrengend (um nicht zu sagen: Schräg.). Aber das ist es eben, es gibt nur ganz vereinzelt Anflüge von diesen Zweifeln, ansonsten schaffen es die Jungs, erstaunlich abgeklärt und stürmisch genug für einen ungeahnten Luftzug zu klingen.

Irgendwo zwischen The Cult, Placebo und den Smashing Pumpkins.
Dort finden sie ihr Plätzchen und verschaffen sich Gehör und bringen eine verschleppte Spannung zu uns herüber.

° ° °

Sie bearbeiten thematisch Dinge wie die sozialen Medien (in denen sie selbst nur unstet vertreten sind, da sie diese Präsenz weniger hoch gewichten als beispielsweise direkte Kontakte mit ihren Hörern auf Konzerten oder andernorts) und über die ständig sinkende Zahl wirklicher Geheimnisse in unserer technologisierten Welt, in der ständig alles abrufbar und verfügbar ist. So geht es um die Auseinandersetzung mit Themen wie Selbstzerstörung (Bulimic) und Twitter (Champions, mit einem durchaus sehr wohlgeformten Gitarrensolo und einem Chor besoffener Partygäste).

Ohne jegliche Art der Anbiederung klingen sie natürlich und bereit,
für jeden etwas anzubieten.

Vielleicht ist genau dies das Geheimnis ihrer Musik: In jeder Nische gibt es eine Kleinigkeit, die einem aufgeschlossenen Zuhörer gefällt – aber sicher ist dies nichts für das breite Publikum.

spooky

Abuse
Nowhereland
Big Head
Champions
Discipline
Rebellion
Prophet
Turn
Can’t Own You
God’s Eyes
Bulimic

° ° °

82/100

 

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