Wild, hungrig, gefährlich: BAMBARA – Swarm

bamlang

 

Es ist ein dreckiges, staubiges, ein sich windendes, glitschiges Ding.
Es ist nicht zu fassen. Es krabbelt umher in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit. Es kriecht, versteckt sich, duckt sich. Zieht sich zurück in die dunkle Ecke um unerwartet und pfeilschnell hervorzukommen, Dich mit seinen Tentakeln und Greifinstrumenten, seinem riesenhaften Stechel (!) festzuhalten, zu umklammern, auszupressen.

Schmutz.
Die Angst, es zu berühren. Und dennoch, der unerbittliche Drang, in seiner Nähe zu sein.

BAMBARA

bringen mit ihrer neuen Scheibe
Swarm
eine ganze Wagenladung mit grobem Geröll aus Ton und Klang mit,
die sie einfach mal vor uns hinschütten.
Um zu sehen, ob wir uns durchwühlen oder untergehen.
Beides ist gut.
Diese Platte ist heiß.
Energie.
Geschwindigkeit.
Rüde Kraft.
Gebündeltes Chaos.

BAMBARA
sind
schweißnasse Hemden, triefende Haare, laszive Blicke und Brustpelz.

bambara

(photos & allrights: BAMBARA)

BAMBARA

sind Reid Bateh, William Brookshire, Blaze Bateh aus Brooklyn und stammen ursprünglich aus Athens, GA.

Sie überrollen uns in Sekunden, wir kommen gar nicht dazu, Schmerz zu verspüren. Sie kanalisieren Kraft und Wut und Dunkelheit, kumulieren die gebannte Kälte, die Einsamkeit, die Verlassenheit, preschen energetisch nach vorn und schaffen eine Direktheit, die uns mit Wucht entgegenkommt, die iemit tobender Energie die Faust auf den Spiegel zurasen lässt und in tausend Teile zerbirsten lässt.

Doch noch bevor die Scherben den Boden berühren schließt sich die Faust fest um die herumfliegenden Teile, um sich gleich darauf mit klaffenden Rissen überzogen, blutig zu lösen.

Inmitten all ihrer instrumentalen Brachialität vergessen sie jedoch nie, durch den Gesang eine Art Melodiegestrüpp zu zaubern (in An Ill Son kommen gar Erinnerungen an The Killing Moon von Echo & The Bunnymen zum Vorschein), eine Atmosphäre, die zwischen Aufgebrachtsein und dem dringenden Wunsch nach Aufbruch und Veränderung den Hörer zu faszinieren weiß. In ihren unheilvoll stillen Momenten (Like Waves) berühren sie, lassen den Hörer ins Nichts laufen, in Erwartung einer unweigerlich plötzlich vor einem auftauchenden nächsten Felswand, an der man ungebremst zerschellen wird.

Es brodelt, es ist immer und immer alles in einer Spiralbewegung, kommt näher, entfernt sich, man fragt sich unweigerlich, was im nächsten Moment passieren wird. Man fühlt sich ausgeliefert und sieht keine Chance zu entkommen.

Ihre Musik vermittelt eine Anspannung der angenehmen Art, die einen umhüllt und an dessen Ende man sich gern an diese Umklammerung erinnert.

° ° °

(..schon jetzt unbedingt die Live-Termine* im November vormerken!)

bam

Clearing Out The Weeds
Hey Sister Touya
An Ill Son
Black
Like Waves
I Don’t Mind
Filled Up With Night
It’s Nothing
All The Ugly Things
I Can’t Recall
In Bars
As Her

° ° °

93/100

 

*live:
12.11. Münster, Gleis 22
13.11. Köln, Tsunami
14.11. Hamburg, Molotow
15.11. Berlin, Musik & Frieden
16.11. München, Unter Deck

(#Nick Cave, Gun Club, Hugo Race, Once Upon A Time, The Jesus Lizard, Les Thugs)

° ° °

Kind of an english translation:

It is a dirty, dusty, a be spiraling, slippery thing.
It is unbelievable. It crawls in an insane speed. It creeps hiding, crouching. Retracts to come forth unexpected and swift as an arrow, with its tentacles and grasping instruments to hold his gigantic sting to embrace you, to squeeze back into the dark corner.

Dirt.
The fear to touch it. And yet, the inexorable urge to be near him.

BAMBARA

bringing with her new disc
Swarm
a truckload with coarse rubble of clay and sound with,
they simply dump this just ahead of us.
To see if we rifle through or perish us.
Both would be good.
This Album is hot.
Energy.
Speed.
Male force.
Bundled chaos.

BAMBARA
are
sweaty shirts, dripping hair, lascivious glances and chest fur.

BAMBARA

 are Blaze Bateh, Reid Bateh and William Brookshire from Brooklyn and they are originally from Athens, GA.

You roll over us in seconds, we do not come to feel pain. They channel power and anger and darkness, cumulate banned cold, loneliness, abandonment, dash energetic forward and create a directness that comes to meet us with great force, the fist can race towards the mirror with that unnatural raging energy and let it burst into a thousand pieces leaves.

But even before the pieces hit the ground, the fist closed tightly around the flying parts to be equal to it, covered with gaping cracks, bloody solve.

Amid all their instrumental brutality but they never forget to conjure up by the song a kind of melody scrub (in An Ill Son come even memories of The Killing Moon by Echo & The Bunnymen to light), an atmosphere between being stirred up and the feeling of an urgent departure – they know how to fascinate their listeners. In their ominously silent moments (Like Waves) they touch, left us with the feeling of a run into nothing, in anticipation of an inevitable suddenly rock wall on which you will be shattered unrestrained.

It’s bubbling, it’s over and over everything in a spiral movement, coming closer, away, one wonders inevitably what will happen in the next moment.
You feel delivered to the music without any chance to escape.

Their music conveys a strain of the pleasant kind that envelops and at the end one has fond memories of this encirclement.

° ° °

(..necessarily mark the live dates * in November!)

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