Gedankenkönig: CONOR OBERST – Ruminations

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(photos & allrights: CONOR OBERST / Warner / mpn)

° ° °

Der Junge mit der Mundharmonika..

CONOR OBERST

ist einer der größten Songschreiber seiner mittlerweile nicht mehr ganz jungen Generation. Mit 36 Jahren kann man, wenn man schon so eine lange und erfolgreiche Musikergeschichte hinter sich gebracht / erlebt hat, schon einmal ins Grübeln kommen.

Er blickt mit seinen diversen Bandprojekten (Bright Eyes, Desaparecidos..) auf eine abenteuerliche und eindrucksvolle Reihe an unverwechselbarer Musikproduktion zurück, auf Songs, deren Textzeilen sicher verschiedenste Körperregionen von (ihm/ihnen) Verfallenen auf Ewigkeit zieren.

Auf seiner jüngsten Soloscheibe klingt

CONOR OBERST

klar, direkt und einsam.

Eindrucksvoll, von leidend bis zart, seine stimmliche Präsenz, seine schneidig-schnittigen persönlich gezeichneten Lyrics und die weite Prärie, in die er uns mit
Ruminations
führt.

„Everything ends, everything has to“

Der Tod ist heuer direkt mit dabei, Vergänglichkeit, Krankheit.
Die neuen Songs, entstanden im Winter des letzten Jahres in den Einsamkeiten seiner Heimat Omaha, innerhalb von zwei Tagen eingespielt, sind rau und gerade durch ihre Sparsamkeit gehaltvoll, eindrucksvoll und intensiv. Beeindruckend, wie fesselnd das Hören dieser bar jeden Schnickschnacks doch so lebendigen, zurückgefahrenen Lieder ist, wie gebannt und unbeweglich man einfach jedem kommenden  Ton entgegenbibbert.

Ruminations
lebt von und durch ihn selbst, seine Stimme, seine akustische Gitarre, seine Mundharmonika und sein Piano.
Und damit bekommen wir schon mehr, als man wünschen kann.
Hier wird in sparsamer Zurückhaltung ein Zugang zur gewünschten und ersehnten Nähe gesucht. Fast gequält wirkt der Künstler, aber er hat sich für seine neue Platte eben jenes Ambiente so ausgesucht und hier steht wieder im Vordergrund, was zu Beginn der Bright Eyes-Karriere ihre Besonderheit, das Zurückgenommensein ihrer Musik ausdrückte.

Es braucht Drumherum nicht mehr um eindrucksvoll zu untermauern, dass seine Songs meist zu den besten gehören.

° ° °

CONOR OBERSTRuminations
(nonesuch, 10/2016)

91/100

conor.jpeg

Tachycardia
Barbary Coast (Later)
Gossamer Thin
Counting Sheep
Mamah Borthwick (A Sketch)
The Rain Follows The Plow
A Little Uncanny
Next Of Kin
You All Loved Him Once
Till St. Dymphna Kicks Us Out

° ° °

Live:
17.1. München, Postpalast

18.1. Stuttgart, Theaterhaus
19.1. Wien, Museumsquartier
20.1. Zürich, Kaufleuten
21.1. Köln, Gloria
26.1. Berlin, Apostel Paulus Kirche 

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