High On Emotion: CLOCK OPERA – Venn

Warm, weich, samt, düster..
Das Leben, leben können, leben dürfen.
Der Tod, das fehlende Leben; eine Fehlgeburt.

Thematisch geht es eben auf dem neuen Albums des Londoner Vierers um dieses todtraurige Thema, musikalisch bewegen sich die Jungs von

CLOCK OPERA

auf für ihre Verhältnisse neuem Terrain und liefern mit ihrem zweiten Longplayer
Venn
eine gelungene Variante von stilvollem, wunderbar einfühlsamen und kräftig produzierten Album des Indie-Synthie-Pop-Genres ab und verschönern die Tage mit eingängigen Melodien, die einem spätestens nach zweimaligem Hören fragmentweise im Kopf herumspuken.
Und mit jedem weiteren Hören entfernt sich auch ein vielleicht vorhandener erster Eindruck relativer Gleichtönigkeit dieser Songs, vielmehr entdeckt man die Zusammenhänge und die fast nahtlosen Übergänge der einzelnen Komponenten, die sich wie fein ziselierte Zahnrädchen ineinander fügen, zueinander.

Natürlich muss man die alles überlagernde Kopfstimme von Guy Connelly irgendwie mögen oder zumindest ertragen können um einem Zugang zu ihrer Musik zu erlangen.
Jedoch wurden anfängliche Zweifel und Vorbehalte recht schnell durch die Vielseitigkeit der Arrangements beiseite gefegt. Mit Kopfhörern ist diese Scheibe eine angenehme Verschnaufpause zum Abschalten, Runterkommen und einfach zuhören und lässt die Zeit wie im Fluge vergehen. Irgendwie schafft es die Band, immer wieder Spannungsbögen zu spannen, die aufhorchen lassen um dem Werk die gebotene Aufmerksamkeit zu schenken.

Das vorab veröffentlichte Whippoorwill ist ein geradezu süchtig machendes, souliges, synthetisches Stückchen Traurigkeit in blubbernden Synthies verpackt, mit einem immer und immer wieder im Kopf hervorgekramten Refrain. Coole Sache.

Wem Anohni zu anstrengend ist und die Wild Beasts zu langweilig geworden sind, hier wäre ein mögliche Alternative, die mit
Venn
die vorgenannten KollegInnen um Längen hinter sich lässt.

° ° °

84/100

CLOCK OPERAVenn
10.2.2017, League Of Imaginary Nations / !K7
.
clock_opera_album_cover

In Memory
Changeling
Closer
Whippoorwill
Hear My Prayer
Ready Or Not
Dervish
Cat’s Eye
Tooth & Claw
When We Disappear

° ° °

Live:
29.3. Zürich – Hafenkneipe
8.4. Frankfurt – Zoom
9.4. München – Milla
10.4. Hamburg – Prinzenbar
11.4. Berlin – Berghain Kantine
12.4. Köln – Arttheater

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