Fette Brocken: GREAT YTENE – Locus

greatba

(photo & allrights: GREAT YTENE)

° ° °
Noisy Post-Punk from London.
Joah.

GREAT YTENE

klingen rauh und wild und bisweilen zornig, aufbrausend und in weiten Teilen scheren sie sich einen Dreck um Erwartungen, die an ihre Debüt-Longplayer, der durch ein Mißgeschick in seiner Entstehung länger brauchte als erwartet und erhofft.

2015 wurde durch ein technisches Wurmloch das gesamte vorliegende Songmaterial in Nichts aufgelöst. Im Nachhinein betrachtet, nicht das schlechteste was passieren konnte. Nicht, dass ich die alten Songs kennen würde, was hier aber vorliegt und in mühsamer gemeinschaftlichem Musizierens und Arbeitens erschaffen wurde, ist alle Mühe wert gewesen.

Psychogene Nebel umwehen die Songs, die scharf, mit einem metallischen Beigeschmack über uns hereinbrechen.
Power, Antrieb, Push-It.
Es geht, es geht.
Sie klingen wie Gejagte, gehetzt, als hätten sie das Bedürfnis, stets einen Schritt vor.. allem anderen am Ziel zu sein, zumindest aber den perfekten Weg dorthin eingeschlagen zu haben.

Hervorgegangen aus einer Band namens Colours wurden Mitspieler ausgetauscht, der Sound verändert, schließlich erfolgte dann die Änderung des Namens und das gleichnamig betitelte Debüt bei Bella Union im Jahr 2014.

Auf den neuen Stücken spielen sie, als ginge es ums Überleben.
Athmosphärisch treibende verzweifelt klingende Songs, die wilde Herzen brechen lassen und die trotz der spürbaren Energie immer noch ein klitzekleines wenig mehr in der Hinterhand vermuten lassen.
So, als verstreue man eine dünne Futterspur auf dem Feld, bevor der fette Brocken Käse die Maus wohlgelaunt in die Falle tappen lässt. Einmal gefangen, ein ängstlicher Blick, aber jegliche Möglichkeit des Entkommens ausgeschlossen.

Wenn man zu den heftigen Drums (wie im zweiten Stück, George Street beispielsweise) seine Gedanken treiben lässt, gelangt man schnell ins Irgendwo, eine Gegend, in der krautig-psychogene Songs die Luft durchziehen.

Wir haben schwelgend janglige Gitarren (Physical Warmth), wir haben mächtigen Rock, wir haben Vocals, die mal hintergründig zu wandeln scheinen, dann wieder energisch nach vorne peitschen, wir haben klangfreudige poppige Elemente, es ist ein undurchdringbarer Sounddschungel, in den uns die Jungs hier mitnehmen.

Reicht ihnen die Hände, bitteschön.

° ° °
84/100

GREAT YTENELocus
Faux Discx, 17.2.2017

greatyco

Mono Aware
George Street
Cruel Desires
Locus
Wanness
Electric Pulses
Fixed Victim
Physical Warmth
Appetite

° ° °

° ° °

° ° °

kind of an english translation:

Noisy Post-Punk from London.
Yep.

GREAT YTENE

Sound rough and fierce, and sometimes angry, effervescent, and in a great deal they are scoffing at expectations of their debut-longplayer, who, through a misfortune in its genesis, took longer than expected and hoped.

In 2015 the entire present song material was dissolved in nothing by a technical spur. In hindsight, not the worst thing that could happen. No, I didn’t know the old songs, but what was happening here and created in painstaking communal music and work was worth all the effort.

Psychogenic mists surround the songs, which are sharp, with a metallic taste of taste.
Power, Drive, Push-It.
It goes, it goes.
They sound like hunted, rushed, as if they had the need to always be a step in front of the other, but at least the perfect way to get there.

As a result of a band called Colors, players were exchanged, the sound changed, finally the change of the name and the debut of the same name was made at Bella Union in 2014.

On the new plays they play as if it were about survival.
Atmospheric driving desperate-sounding songs that break wild hearts and which, despite the noticeable energy, still suggest a tiny little more in the hindquarters.
As if a thin fodder track were scattered on the field, before the fat Brocken cheese groped the mouse in the trap. Once caught, a fearful look, but excluded any possibility of escaping.

If you let your thoughts drift to the violent drums (as in the second piece, George Street, for example), you quickly get to somewhere, an area where herbivative-psychogenic songs are airborne.

We have reverberating jagged guitars (Physical Warmth), we have powerful rock, we have vocals that sometimes seem to be transcendent, then again vigorously whip up, we have sound-poppy elements, it is an impenetrable sound jungle, in us here with the guys.

Give them their hands, please.

° ° °
84/100

GREAT YTENELocus
Faux Discx, 17 February 2017

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