Kleine große Töne: J. E. SUNDE – Now I Feel Adored

Diese Scheibe ist in seiner überschaubar scheinenden stillen Größe in der Lage, uns neue Horizonte zu präsentieren und die ein oder andere positive Überraschung abzuliefern.

Folkiges Singer-Songwritertum mit herzerwärmenden Klängen und Lyrics, die einer gewissen Ironie und kritischen Auseinandersetzung nie entbehren, eingebettet in wundersam einschmeichelnd wirkende Klänge, wohltuend wie ein Halsbonbon bei anklingender Erkältung, ein sanfter Whiskey zum Rutnerkommen am Abend, ein knisternder Kamin in herbstlichen Nächten, in denen man nicht allein sein mag.

J. E. SUNDE

ist bei uns und er schafft eine aufmerksame, freundschaftliche Grundstimmung zu vermitteln, die aufmerksames Zuhören einfordert und
trotzdem meist wortlos zu verstehen scheint.

Als er ins Studio ging, wollte er etwas Großes aus seinen Songs machen, etwas Verrücktes vielleicht. Schließlich fuhr er seine Ideen dahingehend zurück, nur in schmalen, kleinen Instrumentierungen das Wesentliche aus seinen Songs herauszuholen, denn die Wirkung ist das Eigentliche, auf das es ankommt.

Schließlich fand er geeignete Freunde und Mitstreiter zur Umsetzung des aus Weniger Mehr machen in Shane Leonard und Andrew Thoreen.

Es war ein Lernprozess um letzten Endes ohne Zweifel daran zu glauben, dass die Songs an sich, alleine für sich stehend genug sind: Überzeugend, auch wenn das Arrangement nicht überwältigend daherkommt.

I Will Smile When I Think Of You ist eine Acapalla-Hymne im irisch-traditionellen Stil, bei der SUNDE in Monica Martin eine passende Ergänzung gefunden hat und die zeigt, welche Wirkung eine minimale Besetzung erzielen kann.

Die hier als Einheit zusammenstehenden und versammelten Songs entstanden zwischen 2007 und 2016, teilweise wieder entdeckt, ausgegraben, bearbeitet. Es entstanden Songs, in denen man sich als Hörer wiederfindet. Songs, die das Gefühl vermitteln, als würde ein Freund bei einem Eintrag ins Tagebuch diktieren, man muss nicht über die Gefühle diskutieren und reden, sie ist einfach da, die Bindung, die  Beziehung.

Was dabei herauskommt, lässt einen häufig überrascht zurück, denken:
Hey, ja, genau. Das ist es.
Wir haben nie darüber gesprochen, aber: Das ist es.
Wenn dies gelingt, ist ein Ziel erreicht, ein Stückchen Hoffnung weitergegeben.

° ° °

90/100

J. E. SUNDENow I Feel Adored
Cartouche Records, 3.3.2017

jesundeco

I Will Smile When I Think Of You
Prism
Thorns And Roses
Capsize And Sink
The Works Of My Hands
Color Your Niails
Called By Our Names
Fire On The Mountain
Jacket
My Attempts To Grow A Beard
Rabbit Rag And I
Wedding Ring

° ° °

kind of an english translation:

This Album is in its manageable seemingly quiet size in the position to present us new horizons and deliver some positive surprise.

Folky Singer-Songwriter-feelings with heart-warming sounds and lyrics, which do not lack a certain irony and critical argument, embedded in miraculously ingratiating sounds, soothing like a necklace with a cold, a gentle whiskey to the rutner coming in the evening, a crackling fireplace in autumnal nights, In which one may not be alone.

J. E. SUNDE

is with us and he creates an attentive, friendly basic mood, which demands attentive listening and nevertheless sends out an understanding without words.

When he went to the studio, he wanted to make something big out of his songs, maybe something crazy. After all, he drove his ideas back into bringing the essentials out of his songs only in small, small instruments, because the effect is the real thing that matters.

Finally, he found suitable friends and co-workers to implement the Less Out More in Shane Leonard and Andrew Thoreen.

It was a learning process to believe that the songs themselves are standing alone enough: convincing, even if the arrangement is not overwhelming.

I Will Smile When I Think Of You is an acapalla-anthem in the Irish-traditional style, where SUNDE has found a fitting addition in Monica Martin and shows the great effect of a minimal cast.

The songs, which were assembled here, were produced between 2007 and 2016, partly rediscovered, excavated, edited. There were songs, in which one finds itself as listeners. Songs that convey the feeling that a friend dictates to an entry in the diary, one does not have to discuss and talk about the feelings, it is simply there, the bond, the relationship.

What comes out of it is often surprising with the thought in mind:
Hey, yes, exactly. That’s it.
We never talked about it, but: That’s it.

If this succeeds, a goal is achieved, a bit of hope is given to us all.

 

 

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