Wir denken nicht an damals: FUTURE ISLANDS – The Far Field

futureba.jpg

(photo & allrights: FUTURE ISLANDS)

° ° °

Tja.. so vergeht die Zeit. Und da komme mal einer, der sagt, früher war nicht alles besser..

2011 ist lange her.
Da haben die

FUTURE ISLANDS

noch ein Dasein unter Unbekannten fristen müssen.
Und waren mit On The Water meine Lieblinge.

Dann kam Singles, ein wenig stürmische Verrenkungen in amerikanischen Late-Night-Programmen und der sogenannte Durchbruch. Vorbei sind die Zeiten, in denen man Samuel Herring und seine Freunde in kleinen Clubs auf der Bühne quasi die Hand reichen konnte. Nun..

Dafür, muss ich sagen, haben sie sich doch ganz gut gehalten und veröffentlichen mit
The Far Field
eine Platte, die nicht ganz so schrecklich klingt, wie man es hätte erwarten können.

Wobei von den alten, schrägen Vögeln, den Querköpfen mit Aussagen wider den Mainstream und ausufernd-langatmigen Melodiebögen nichts oder nicht mehr viel übrig ist.

Hier haben wir Pop für den seicht ausklingenden Nachmittag.
Die Differenz zur wirklich ganz großen Menge wird kleiner – viel fehlt nicht mehr.

Dabei gibt es immer noch das typisch verspielte Bass-Spiel, das mit hüpfender Melodiosität auf sich aufmerksam macht.
Der Hintergrund aber, der klingt bei aller Sympathie nach Tralala oder Rumtata und fordert keine großartige Aufmerksamkeit.

Nehmen wir Ran, den Vorab als Single ausgekoppelten Track, der mit Uh-uh-uh… genau in die Durchbruch-Kerbe schlägt, gemacht für die Menschen, die die Band eben erst mit Singles kennenlernten.

Dies könnte auch ein Hit auf Radio Ackerwelle sein, die Drummachine plätschert, treibt und alles in allem wirkt die neue Platte irgendwie austauschbar.
Oder aber wie eine Fortsetzung des Vorgängeralbums.

Warum eigentlich?
Ist das der Preis des Erfolges?
Die Verringerung der eigenen Stärken bis fast zur Unkenntlichkeit, um die gewonnenen Massen nicht gleich wieder zu verlieren? Wahrscheinlich.
Wer einmal am Erfolg und Ruhm geschnuppert hat, wird die kleinen Clubs nicht unbedingt vermissen und dahingehend Kompromisse machen.
Dabei macht die Platte trotz der Einbußen an Eigenständigkeit Spaß.
Wäre da nur nicht die Erinnerungen an vergangene Zeiten.

Shadows, das Duett mit Debbie Harry erinnert an F.R. David.
Words.. don’t come easy.

Ihre Songs klingen „catchier“ als je zuvor, glattgebügelt sind sie aber, bereinigt, soft und massenkompatibler denn je.

Ok, Sympathiepunkte +15
Songmaterial, Umsetzung und persönliches Gefallen: Eher Buah.
Macht: 70.

Mehr wird’s nicht.

° ° °
70/100

FUTURE ISLANDSThe Far Field

futurefarco.jpg

Aladdin
Time On Her Side
Ran
Beauty Of The Road
Cave
Through The Roses
North Star
Ancient Water
Candeles
Day Glow Fire
Black Rose

° ° °

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s