Der Weg in die Ewigkeit: IMAGINARY PEOPLE – October Alice

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(photo & allrights: IMAGINARY PEOPLE / One Beat PR)

° ° °

Dies hier ist wie ein Siebenmeter in der Schlußphase gegen Dänemark bei einer Handball-EM.
Wie ein Elfmeterpfiff in der Verlängerung.
Ein Glücksgefühl.

IMAGINARY PEOPLE

haben mit ihrem Album
October Alice
ein großes, bewegendes, ein mitreißendes Werk geschaffen.
Eins, das ebenso geeignet ist zum vor sich hin träumen, wie auch zum intensiv Zuhören, zum Mitgehen, zum Hineinversetzen, mit Titeln, die bereits beim ersten Hören einen bleibenden, einen mehr als guten Eindruck hinterlassen und einem, buchstäblich nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Bass, wie er sein sollte. Laut, bestimmend, knackig.
Eine Stimme, die ihresgleichen sucht und in ihrer Ausdrucksstärke immer wieder ein gedankliches „Oh!“ formt.
Vergleiche mit den Talking Heads oder Clap Your Hands Say Yeah scheinen nicht abwegig.
Tobende, lebendige Gitarren, die in ihren Tempi variieren.
Drums, die treiben, leiten.
Keyboards, die verführen, entführen, über jeden Zweifel erhaben schweben.

Dieser New Yorker Quintett, bestehend aus Sänger Dylan Von Wagner, Bassist Bryan Percivall, Mark Roth als Gitarrist, Justin Repasky (Keyboards) und Drummer Kolby Wade hat 2015 mit ihrem Debüt-Longplayer Dead Letterbox ein feines Werk vorgelegt, mit ihrem nun erscheinenden neuen Album aber eine alle Aufmerksamkeit verdienende Entwicklung in Richtung ihrer Unsterblichkeit gemacht.

° ° °

Eine kühle Grundstimmung die manchmal an den Nerven zerrt.  Sie balancieren mit cure-esken Bass- und Keyboardanleihen, die hier und da durch den Asphalt brechen, lassen die Sonne vermuten und Gänseblümchen in den aufgebrochenen Ritzen erblühen. Ein famoses Werk.

Packt die Kopfhörer aus, stampft durch Schneeverwehungen in klammer Kleidung, Blasen an den feuchten Füßen, alles klebt und innen drin, in Dir, diese Spannung, dieses Wollen. Diese Musik, die ein Vorankommen leicht macht, die ermuntert, einen weiteren Schritt zu gehen auf uneinsehbaren Wegen, die Dich schweben lässt und keinen Zweifel zulässt, dass dieser Weg der richtige ist.

Verwundet Deine Seele, wundgelaufen die Füße und trotzdem, es geht leicht voran.
Ein souveräner Optimismus erfüllt Deine Gedanken.

Zwischen all den ausdrucksstarken Songs einen Favoriten auszumachen ist nicht leicht, jedoch ist Mr Hesitance, ein Song über einen inkompetenten Politiker mein momentaner Liebling.

October Alice
wirkt am besten in seiner Gesamtheit, in seiner Konsistenz, im Zusammenspiel der Songs einzelnen Songs und Botschaften.

Ihre Klänge sind hintergründig, beherrscht von eleganter Leichtigkeit, von pompösem Bombast, frei jedlichen Ballasts, mit einer ästhetischen Ausstrahlung, dunkel und schimmernd, von enormer Kraft besessen und schlichtweg großartig.

° ° °
96/100

IMAGINARY PEOPLEOctober Alice
Five Five Diamonds, 28.4.2017

imaginaryco

Snapshot
Spectacles
Mr Hesitance
Seven Days
The Pelican Theme
Long For The Rue
Half Step
Whisper To Stop
Fresh Kill
Magdalena
Human Race

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A try in english:

This is like a seven meter in the final phase against Denmark in a handball championship.
As a penalty kick in the additional time.
A feeling of happiness.

IMAGINARY PEOPLE

delivered with their album
October Alice
a great, moving, a stirring work.
One that is just as suitable for dreaming as for intensive listening, for going, for putting in, with titles that already leave a lasting, a more than good impression at the first listening and literally no more out of your mind, out of your head.

Bass, as it should be. Loud, decisive, crisp.
A voice that is unparalleled and in its expressiveness there is always a mental „Oh!“
Comparisons with the Talking Heads or Clap Your Hands Say Yeah do not seem out of the question.
Vibrant, lively guitars that vary in their tempi.
Drums that drive, lead.
Keyboards that seduce, abduct, hover above any doubt.

This new York quintet, consisting of singer Dylan Von Wagner, bassist Bryan Percivall, Mark Roth as guitarist, Justin Repasky (keyboards) and drummer Kolby Wade, presented their debut longplayer Dead Letterbox in 2015 – with their new album they made an all-earning development towards their immortality.

° ° °

A cool basic mood that sometimes pulls on the nerves. They balance with cure-esque bass- and keyboard bonds, which break through the asphalt here and there, suggest the sun and daisies blossom in the cracked cracks. A great work.

Unpack the headphones, stomp through snow drifts in wet clothes, bloody wet feet, everything sticks and inside, in you, this tension, this willing. This music, which makes an advance easy, which encourages you to take another step on unseenable paths that floats you and leaves no doubt that this path is the right one.

Wound your soul, sore your feet, and anyway, it is easy.
A sovereign optimism fills your thoughts.

It is not easy to find a favorite among all the expressive songs, but Mr. Hesitance, a song about an incompetent politician, is my favorite favorite.

October Alice
works best in its entirety, in its consistency, in the interplay of the individual songs and messages.

Their sounds are subtle, dominated by elegant lightness, pompous bombast, free ballasts, with an aesthetic appeal, dark and shimmering, possessed by enormous power and simply great.

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