Sonnendeck: FAZERDAZE – Morningside

Während aller Orten die Knospen knospen und die Blüten erblühen, die ersten Früchte an den Pflänzchen auf die Sonne warten, sitzt die Erinnerung an den Winter noch tief.

Im Winter kann man sich ins Warme flüchten oder sich mit entsprechender Kleidung ausgerüstet auch draußen kuschelig und gut fühlen.

Im Sommer dagegen spricht die allgemeine Ethik und Ästethik, abgesehen von vereinzelten Strandurlauben im FKK-Bereich eher dagegen, sich dem Wetter entsprechend zu entblättern. Alles ist heiß, verklebt und riecht.

Da freut man sich über eine sanfte Brise die durch die Haare weht, da freut man sich über ein Eis oder die kühle Dusche oder ein paar Momente in klimatisierten Räumen.

Den passenden Soundtrack hierzu liefert Amelia Murray aka

FAZERDAZE

die bislang gerade einmal 23 Sommer erlebt hat.
Genug Erfahrung aber offensichtlich, um ihre Musik leicht und wie geschaffen für die Hitze der Nacht zu präsentieren.

Aus Auckland in Neuseeland zu kommen war vor etlichen Jahren, so man denn etwas auf sich hielt und entsprechende musikalische Fähigkeiten verfügte, fast zwangsläufig mit dem Flying Nun-Label verknüft. Die Chills, die Tall Dwarfs oder The Clean, aber auch Bird Nest Roys oder Pavement waren die hierzulande wohl bekantesten Mitstreiter, die ihre Alben dort veröffentlichten.

Nach The Courtneys Album im letzten Monat ist nun also auch

FAZERDAZE

in traditionell guten Hause untergekommen.

Morningside ist der Name des Viertels, in dem Murray ihre Kindheit verbrachte, Morningside klingt wie aufgeräumter, versteckter Wohlstand, gemähter Rasen, zwei Carports, Drinks und gute Laune.
Ich war noch nie dort, ich kann nur Vermutungen anstellen.

Auf ihrem Debüt jedenfalls schaffen es Murray und ihre musikalischen Band-Wegbegleiter, eine stilistische Mixtur aus DIY und Indiepop, Surfsound und Dreampop zu zelebrieren und uns hier ans Bett zu liefern.

In all ihrer zuallererst auffallend ansteckenden Guten Laune-Unterhaltung mit der oft halldurchsetzten Stimme bleibt einem ob der kurzen intimen Momente melodiöser Melancholie ein ums andere Mal das Tanzbein im Sande stecken.

Ein leider viel zu kurzes Album, dass Freude macht und in der Lage ist, monotone Alltagsgedanken auf eine Reise mit unbestimmtem Rückflugstermin zu schicken.

° ° °

84/100

FAZERDAZEMorningside
Flying Nun, 5.5.2017

fazerco

° ° °
The flowers bloom, the first fruits of the plantlets are waiting for the sun, though the memory of the winter is still deep.

In winter you can escape from the cold to the warmth or be equipped with appropriate clothing also outside cuddly and feel good.

In the summer, on the other hand, the general ethics and aesthetics, apart from isolated beach holidays in the nudist area, rather tend to defy the weather. Everything is hot, glued and smelled.

As you enjoy a gentle breeze blowing through your hair, you are happy about an ice cream or the cool shower or a few moments in air-conditioned rooms.

Amelia Murray aka delivers the right soundtrack

FAZERDAZE

She has so far only 23 summer experienced.
Enough experience but obviously, to present their music easily and as created for the heat of the night.

Coming from Auckland in New Zealand was almost inevitably linked to the Flying Nun label a few years ago, when one held something and had the appropriate musical abilities. The Chills, The Tall Dwarfs or The Clean, as well as Bird Nest Roys or Pavement, were probably the best known contestants who released their albums there.

After The Courtneys album last month is now also

FAZERDAZE

in a traditionally good home.

Morningside is the name of the neighborhood where Murray spent her childhood, Morningside sounds like tidy, hidden prosperity, mown lawns, two carports, drinks and a good mood.
I’ve never been there, I can only guess.

On their debut, Murray and her musical band create a stylistic mixture of DIY and indie pop, surfsound and dreampop, and deliver us to the bed.

In all her first and foremost conspicuously infectious amusement with the often hallmarked voice, the short intimate moments of melodic melancholy made your dancing feet stuck in the sand on the beach.

An album that is unfortunately much too short, which makes joy and is able to send monotonous everyday thoughts on a journey with undefined return flight.

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