Eigentlich sind wir glücklich: CHASTITY BELT – I Used To Spend So Much Time Alone

Meine Lieben,
vor einer Weile, ich war noch jung und trotzdem schon mit der Welt im Gleichgewicht und mir selbst im Reinen, da entdeckte ich eine Band, eine Band aus vier Mädchen, die rotzig und wild schienen und schrub ein paar Worte zu ihrem Album No Regerts / Review , damals im Sommer des Jahres 2013.

Nun, die Mädchen sind älter geworden, vielleicht reifer, vielleicht nicht.
Und sie haben ein wenig mehr an, auf den Pressefotos.
Das mag man finden, wie man mag.

chastityba.jpg

(photo & allrights: CHASTITY BELT / OffTheRecord PR / Hardly Art)

Auf jeden Fall versuchen sie alle recht freundlich dreinzuschauen. Aber nicht umsonst befindet sich gleich neben ihnen eine Kaktuslandschaft – und den lustigen Smiley-Luftballons wird schon recht bald das schiefe Grinsen vergehen.

° ° °

“Just say that we love each other. Because we do.”

° ° °
Niemand sagt, man müsse immer gute Laune haben.
Aber man muss niemandem, der einen grundlos dummdreist anlächelt in die Fresse hauen. Oder?
Nein, man muss nicht aber man könnte.

Und man kann auch allein Spaß haben.
Ist das klar? Ich meine, ist das mal bitte klar?

Vor

CHASTITY BELT

fühlte sich Julia Shapiro ein wenig wie ein „lonesome wolf“. ‚
Nicht von ungefähr kommt also der Titel ihres neuen Werkes.
Nun hat sie mit ihren Freundinnen nicht nur eine musikalisch ganz wunderbare Heimat und Familie gefunden, sondern die vier haben sich auch ganz doll in ihre Herzen geschlossen.

Was man (zusammenwachsen was soll und muss und so) der neuen Platte auch anhört. Eine Weiterentwicklung, ohne den schmutzigen Charme und die ein oder andere Obszönität zur Gänze in den mottenkugeldurchtränkten Kleiderschrank zu verbannen. Sie nehmen immer noch kein Blatt vor den Mund und hauen schonmal ordentlich zu, musikalisch und textlich gesehen, also, nichts für Weicheier weiterhin. Die Melodien wirken vertrackter, ausgearbeiteter. Im Eröffnungsstück passender Weise Different Now betitelt, hört man das ganz deutlich. Sie können auch einfach mal in Ruhe vor sich hin plänkeln und fast zurückhaltend klingen.

Nein, das ist kein Mangel an Spontanität, das ist ein Zeichen von sie passen einfach gut zusammen und ergänzen sich perfekt.

Coole stimmige und stimmungsvolle Platte in jedem Fall und immer noch sehr sympathische Musikerinnen.

° ° °

91/100

CHASTITY BELT I Used To Spend So Much Time Alone
Hardly Art, 2.6.2017

chastityco

Different Now
Caught In A Lie
This Time Of Night
Stuck
Complain
It’s Obvious
What The Hell
Something Else
Used To Spend
5AM

° ° °

///

Dear all,
A while ago, I was still young and still in balance with the world and myself, when I discovered a band, a band of four girls, who appeared rosy and wild and sprinkled a few words to their album No Regerts / Review, then in the summer of 2013.

Well, the girls are getting older, maybe more mature, maybe not.
And they are wearing a little more clothes on the press photos.
You may decide, like it or not.

In any case, they try to all look very friendly. But not for nothing is a cactus landscape right next to them – and the funny smiley balloons won’t be happy no longer in a while.

° ° °

„Just say that we love each other. Because we do. „

° ° °
Nobody says you always have to be in a good mood.
But you do not have to blame anyone who smacks a grumbling silly smile. Or?
No, you do not have to but you could.

And you can have fun on your own.
Is that clear? I mean, is the time please clear?

Before getting in

CHASTITY BELT

Julia Shapiro felt a bit like a „lonesome wolf“.
Their new Albums title is like it is not without a reason.
Now she and her girlfriends have not only found a musically wonderful home and family, but the four have also completely closed their hearts.

What you should (grow together and should and so) the new record also. A further development, without banning the dirty charm and the one or other obscenity completely into the mothball-polluted wardrobe. They still do not take a single sheet to their mouths, and they have already blown up properly, musically and textually, so, nothing for sissies continue. The melodies look more subtle, elaborate. In the opening piece suitably titled Different Now, you hear quite clearly: They can also simply relax in peace and be almost reserved.

No, this is not a lack of spontaneity, which is a sign of they just fit together perfectly.

What a cool harmonious record in any case – and still very sympathetic musicians.

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