Nur für Dich: DANA GAVANSKI – Spring Demos

dana.jpg

Der Begriff Singer-Songwriter klingt immer ein wenig bieder.
Um nicht zu sagen, altbacken und hölzern.

Im Gegensatz dazu schafft es

DANA GAVANSKI

mit ihren stillen, leisen, intimen Selbstgesprächen auf
Spring Demos
uns ganz nah an sie zu fesseln und uns teilzuhaben an ihren Ideen, ihren leisen Momenten der Besinnung und Erinnerung, an Träumen zwischen Hier und Jetzt und Fiktion und Wirklichkeit, von Erinnerungen an eigene Erlebnisse und Erfahrungen und deren musikalischen Umsetzungen.

Sie klingen etwas roh und unfertig, von Perfektion weit entfernt, gerade dies ist es aber, was den Charme der Veröffentlichung auf Fox Food Records größtenteils ausmacht.
Eine Welt voller Träume und Erfahrungen, die auf Erlebnisse ihrer Kindheit zurückgehen. Eine familiär veranlagte/bedingte Musikalität.
Ihre Mutter sang in einem deutschen Chor während ihrer Schwangerschaft mit Dana, sie selbst rettete sich aus vielen Situationen mit Improvisationen ihrer Gefühle mittels ihrer geliebten Gitarre.

Spring Demos
ist wie ein verborgener Fund in einem dunklen Independent-Plattenladen im Untergeschoß eines rotverklinkerten Backsteinhauses. Man wühlt in dämmrigen Licht das durch den Kellereingang hereinscheint zwischen den Covern der unbekannten Alben, als die Sonne plötzlich einen Strahl hereinschickt, der direkt auf diese Platte scheint und sie zum Erleuchten bringt.

Derart angezogen und fasziniert fragt man den mürrischen aber sympathischen Typen hinter der Theke, ob man da mal reinhören könnte. Er weist Worte vermeidend auf einen Spieler linker Hand. Und schon mit den ersten Tönen von The Heart Inside geht Dir eben jenes Herz auf und Du weißt, das ist es, was Du in den nächsten Monaten jeden Tag mindestens einmal zum Aufwachen, einmal nebenbei, einmal in der Badewanne und einmal beim Einschlafen hören möchtest.

Ihr geht dann, die Platte und Du, behütet wie ein Schatz noch auf einen Sprung in einem Café vorbei, aber es zieht Dich nach Hause.

Noch bevor Du in die bequeme Jogginghose gehüpft bist und die unvermeidlich zur WG gehörende Katze gefüttert ist, legst Du die Scheibe auf den Plattenteller.
Die Tür geht auf, Du bekommst es gar nicht mit, versunken in den Klängen, die alles andere als belanglos über Dir hereingebrochen sind.

Bilder von Weite, von Landschaft, inmitten wie der Tanz eines Wasserläufers, beschwingt und dennoch getragen, erfüllt von Liebe und Traurigkeit.

Deine Mitbewohnerin legt langsam ihre Hand auf Deine Schulter und lächelt.
Nur für Dich.

° ° °

93/100

DANA GAVANSKISpring Demos
Fox Food Records, 12.9.2017

danagco.jpg

The Heart Inside
The Wind (Blew You Away)
How Much Is Enough?
Broken Seams
How Long Has It Been?
Circles
Those Days

° ° °

Einen ganz wunderbaren Beitrag über Dana und ihre Songs findet Ihr hier:
goldflakepaint

//

in english:

Just for you

The term „singer-songwriter“ always sounds a bit conventional.
Not to say old-fashioned and wooden.

By contrast, it creates

DANA GAVANSKI

with her silent, quiet, intimate self-talking on
Spring Demos
to captivate us very close to them and to share in their ideas, their quiet moments of reflection and memory, in dreams between here and now and fiction and reality, in memories of her own experiences and her musical implementation.

These songs sound a little raw and unfinished, far from perfection, but this is exactly what makes the charm of the release on Fox Food Records so special.
A world full of dreams and experiences that go back to childhood experiences.
A familial musicality.
Her mother sang in a German choir during her pregnancy with Dana, she saved herself from many situations with improvisations of her feelings by means of her beloved guitar.

Spring Demos
is like a hidden treasure in a dark independent record store in the basement of a red-clinkered brick building. You rummage through the basement entrance in dim light between the covers of all these unknown albums as the sun suddenly sends in a beam that shines directly onto this record and enlightens it.

Dressed and fascinated like that, you ask the grumpy but likeable guy behind the bar if you could listen in. He points words avoiding a player’s left hand. And already with the first few notes of The Heart Inside you’ll open your heart and you know that’s what you want to hear every day for waking up at least once a day in the next few months, by the way, once in the bathtub and once when you fall asleep.

You then, the record and you, like a little secret, go for a short look-in in a café next door but it draws you home.

Before you have jumped into the comfortable sweatpants and the cat, which is inevitably a member of the flat-sharing community is feeded, you put the disc on the turntable.
The door opens, you don’t even notice it, immersed in the sounds that have come over you far from insignificant.

Pictures of expanse, of landscape, amidst the dance of a water-runner, lively and yet carried, filled with love and sadness.

Your roommate slowly puts her hand on your shoulder and smiles.
Just for you.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s