Vom Bellen und Beißen: HOP ALONG – Bark Your Head Off, Dog

 

(photo & allrights: HOP ALONG / Tonje Tilesen)

° ° °

Das neue Album von

HOP ALONG

wurde von Vielen mit großer Freude erwartet und nicht nur vom Label enthusiastisch angekündigt.

Nun steht ab heute
Bark Your Head Off, Dog
in den Regalen und wir können uns daran erfreuen, dass die Band mit Leadsängerin Frances Quinlan wieder ein tolles Teil abgeliefert hat, das in vielen Momenten magisch wirkt (Not Abel),
das ansonsten oft spielerisch, austestend, Grenzen suchend umherstreunt.

Painted Shut, das Vorgängeralbum von 2015 kam in meiner Kritik nicht ganz so überragend weg, das Debüt von 2013 (Get Diswowned) brachte es dagegen auf ein prima Resulat.

Hier sind sie also wieder mit ihrem dissonanzreichen Geschrammel, die vier MusikerInnen, die hier nun ihr zweites Album beim hochwohlgeschätzten Saddle Creek-Label veröffentlichen.
Hier laufen nicht nur wie inzwischen liebgewonnen und gewohnt die stimmlichen außergewöhnlichen Passagen aus dem Ruder, hier schwirren die Gitarren gern mal neben der Spur und wie gewohnt druckvoll und eindrucksvoll.
Angereichert mit Harfen und Streichern wurden instrumentale Neuerungen in ihr musikalisches Konzept eingeflochten und verstärken den Eindruck, als wäre hier insgesamt ein wenig zurückhaltender zu Werke gegangen.
Dabei wird hierdurch zunehmend Spannung aufgebaut und oft über den Titel hinaus gehalten.
Wie die Band das neue Material das zwischen 2016 und 2017 entstanden ist zusammenfügt zu einem brodelnden Zaubertrank, der blubbert und spritzt ist irgendwie schon verflucht heißer Scheiß.

Ihre Songs fallen nicht unbedingt auf den ersten Blick auf, es ist eher das Zusammenwirken von traditionellem folkpunkigem Liedgut und dem Gespür für den richtigen Moment, einfach mal loszulassen, die Zügel schleifen zu lassen um damit einen möglichst großen und dauerhaften Effekt herbeizuführen. Es werden Geschichten erzählt, nebenbei, unauffällig.
Aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und in den schillernsten Gesängen, die variieren und glitzern wie die Farben des Regenbogens, langsam hervorkriechend um dann langfristig in Erinnerung zu bleiben.

Das ist wie eine geöffnete, beiläufig in der Küche platzierte Chipstüte – ist man erst einmal drauf hereingefallen, wird man nicht ohne ganz tief hereinzugreifen daran vorbeigehen können.

 

° ° °

91/100

HOP ALONGBark Your Head Off, Dog
Saddle Creek, 6.4.2018

How Simple
Somewhere A Judge
How You Got Your Limp
Not Abel
The Fox In Motion
One That Suits Me
What The Writer Meant
Look Of Love
Prior Things

° ° °

// in english:

The new album by

HOP ALONG

was expected by many with great joy and not only enthusiastically announced by the label.

Now, as of today
Bark Your Head Off, Dog
on the shelves and we can be pleased that the band with lead singer Frances Quinlan has again delivered a great part that seems magical in many moments (Not Abel),
that is otherwise often playful, testing, looking for boundaries.

Painted Shut, the previous album from 2015 didn’t come off good but not too well in my review, the debut from 2013 (Get Diswowned) brought it to a great result.

Here they are again with their dissonance-rich scramble, the four musicians who are now releasing their second album on the highly esteemed Saddle Creek label.
Not only do the extraordinary vocal passages get out of control here, as they have grown fond of in the meantime, here the guitars like to buzz off the track and as usual powerful and impressive.
Enriched with harps and strings, instrumental innovations were woven into their musical concept and reinforce the impression as if they had gone to work a little more cautiously.
In doing so, tension is increasingly built up and often maintained beyond the title.
How the band put together the new material that was created between 2016 and 2017 into a bubbling potion that bubbles and splashes is kind of fucking hot shit.

Their songs don’t necessarily stand out at first sight, it’s rather the interaction of traditional folk-punky songs and the feeling for the right moment to just let go, to let go of the reins to bring about as big and lasting an effect as possible. Stories are told, by the way, inconspicuously.
Illuminated from different angles and in the most dazzling songs, which vary and glisten like the colours of the rainbow, slowly creeping out and then remain in memory for a long time.

It’s like an open chip bag casually placed in the kitchen – once you’ve fallen for it, you won’t be able to pass it without reaching deep into it.

 

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