Schaulaufen: YOUNG GALAXY – Down Time

 

YOUNG GALAXY

waren für mich immer eine Band, die ich mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt wurde.
Ihre Platten und Songs, ihre Videos, ich war jedesmal intensiv dabei und meist auch recht fröhlich begeistert.

Seit ihrem letzten Werk, Ultramarine ist eine ganze Weile vergangen und die Zeit ist auch nicht spurlos an Catherine McCandless und Stephen Ramsay vorbeigegangen. Inzwischen nur noch als Duo unterwegs, was den Fokus dichter auf die verbliebenen Musiker richtet. Die überstehen das ohne jeglichen Anflug von Scheu oder Unsicherheit.

Ihr neues Album
Down Time
ist erstmal gänzlich ohne Plattenfirma etc und das ganze Drumherum entstanden und veröffentlicht worden. Zu eingreifend empfanden die Beiden die Arbeit von Label, Agenten und anderen Spezialisten, als dass sie sich weiterhin dermaßen unter die Arme greifen lassen wollten, dass es an Einschnitte und mögliche Positionierungen ging. In gewisser Weise haben sich

YOUNG GALAXY

durch die Verträge mit Plattenfirmen etc. abhängig gemacht und zu einem Teil des Spiels des Musikbusiness.
Um dem zu entkommen, entschieden sie nach dem letzten Album, dass eine Veränderung Not tut.

Wir wollen sagen, was wir wann und wie wir es sagen wollen.

Damit ist eigentlch alles gesagt.

Das war eine Herausforderung, die ein Umdenken und noch mehr Eigenständigkeit, noch mehr Engagement gefordert und dadurch ein Maximum an Selbstbestimmung ermöglicht hat.
Die alleinige Verantwortung für ihre Musik, für das Entstehen dieser oft traumhaft anrührenden Klänge, für das Schreiben der Texte, einfach von vorn bis hinten nur sich selbst verpflichtet, seinen Ideen und dem eigenen Gewissen – mit dem Gefühl, das hier, das ist meins, unseres, das ist das was wir wollen. Hört und liebt es!

Auch nach vielen Hördurchgängen ist
Down Time
ein eher stiller Begleiter.

Keiner, der sich in den Vordergrund drängt. Eher einer, der sich unters Volk mischt und dort für eine vornehmlich positive Stimmung sorgt.
Der Gute-Laune-Bär ist einer von uns. Natürlich gibt es treibende Rhythmen, wie beispielsweise im bebenden, stets in Bewegung treibenden River.
Dennoch sind es die eher stillen Momente, die einem fast sofort im Kopf bleiben.

Insgesamt ist es aber die Atmosphäre des Ganzen, die bemerkenswert klingt.
Mit wenigen Mitteln eine abgründige elektronisch-blubbernde musikalische Melange voll Persönlichkeit zu zaubern, das ist es, was den beiden mit ihrem neuen Album herausragend gelungen ist.

° ° °

91/100

YOUNG GALAXYDown Time (6.4.2018)

Under My Wing
Seeing Eye Dog
Catch Your Breath
River
Frontier
Stay For Real
Glowworms
Devotion
Elusive Dream

° ° °

 

// in english:

YOUNG GALAXY

have always been a band I’ve been followed with special attention.
Their records and songs, their videos, I was there every time intensively and mostly also quite cheerfully enthusiastic.

A long time has passed since her last work, Ultramarine, and time has also left its mark on Catherine McCandless and Stephen Ramsay.
Meanwhile, they are only on the road as a duo, which focuses more closely on the remaining musicians. They can survive without any hint of shyness or insecurity.

Your new album
Down Time
was the first album for them which is created and released without a record company etc. and all the stuff around it.
The two found the work of the label, agents and other specialists too intrusive for them to want to continue to be supported to such an extent that cuts and possible positioning were made.

In a way,

YOUNG GALAXY

have become dependent through contracts with record companies etc. and become part of the game of the music business.
To escape this, they decided after the last album that a change is necessary.

We want to say what we want to say when and how.

That says it all.

This was a challenge that required a rethinking and even more independence, even more commitment and thus made a maximum of self-determination possible.
The sole responsibility for their music, for the emergence of these often dreamlike touching sounds, for the writing of the lyrics, simply committed to themselves from the beginning to the end, to their ideas and their own conscience – with the feeling that here, that is mine, ours, that is what we want. Hear and love it!

Even after many listening sessions
Down Time
a rather quiet companion.

None that pushes itself into the foreground.
Rather one who mixes with the people and creates a positively atmosphere there.
The „good mood bear“ is one of us. Of course there are driving rhythms, as for example in the trembling, always moving River.
Nevertheless, it is the rather quiet moments that almost immediately remain in your mind.

Overall, however, it is the atmosphere of the whole thing that sounds remarkable.
To conjure up an abysmal electronic-blubbering musical melange full of personality with few means, that’s what the two succeeded outstandingly with their new album.

 

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