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(photo & allrights: GIA MARGARET / facebook)

Es sind Momente der Intimität.
Die, die man als Hörer spürt.
Die, die die Künstlerin oder der Künstler mit uns teilen.
Momente, in denen man ganz dicht dabei ist. In denen man die Absicht hinter dem Song erspüren kann.
Songs, die manchmal in der Lage sind, Stimmungen zu erzeugen. Dinge aus einer anderen Sichtweise zu erkunden. Ja, auch Leben zu verändern.
Und wenn man sich einfach mal die Textzeile seines Lieblingssongs über die Brust tätowieren lässt.

GIA MARGARET

teilt auf ihrem neuen Werk
There’s Always Glimmer
eine ganze Menge dieser Momente, die man nicht mehr missen möchte, die unter Umständen für die ganz private Ewigkeit eine Bedeutung erlangen.

Man muss sich einlassen auf ihre kleinen, intimen Geschichten, muss zuhören wollen.
Wie eine Spieluhr, die man zum Abschalten, Beruhigen und Runterkommen vor dem Einschlafen aufzieht, kommen ihre Lieder leise und behutsam heranspaziert (wie das kurze Intermezzo For Flora), ansonsten weit und breit ausgedehnte leise Gitarren, ein Singer-Songwriter-Folk-Pop-Shoegaze-Album, dass auf Entdeckung wartet und mit seinen verspielten Synthie-Einwürfen ebenso zu gefallen weiss wie die vorsichtig nach vorn drängenden, nur mit Pianoklängen unterlegten sanften Lyrics (Smoke), die zu keiner Zeit Unruhe aufkommen lassen.
Nicht nur die Chicagoer Künstlerin selbst fühlt sich durch Bands wie Florist, Yowler, The Sundays oder Yo La Tengo beeinflusst, man hört manchen Songs ihre ewigwährende Liebe zu Nick Drake in ihrem gelassen-enthusiastischen Slow-Folk an.

Es ist meist kaum mehr als ein Flüstern, ein In-Sich-Ruhen, eine leise Offenbarung. Irgendwo zwischen der entschwindenden Liebe (The Night Came And You Were Gone..) und der Erkenntnis, dass nicht immer alles einfach, im Gegenteil, manchmal einfach richtig blöd ist und sich gemein und ungerecht anfühlt.
Mit Fug und Recht kann man behaupten, dass dieses Jahr ein schweres war.
Und ebenso mit Sicherheit fällt es einem leicht, noch einmal mehr hinzuhören und sich auf diese einen zur Ruhe zwingenden Klänge aufzusaugen.

Bei den momentanen Temperaturen vielleicht genau die richtige Musik, um sich fallen zu lassen, sich verführen zu lassen, zurückzulehnen und einfach nur zu genießen.

° ° °

91/100

GIA MARGARETThere’s Always Glimmer
Orindal, 27.7.2018

 

Groceries
Birthday
Figures
Smoke
Goodnight
In Normal Ways
Looking
For Flora
Sugar
Exist
Wayne
West

° ° °

// in english:

A slow glide

These are moments of intimacy.
The ones you feel as a listener.
Those the artist shares with us.
Moments in which you are very close. where you can feel the intention behind the song.
Songs that are sometimes able to create moods. Exploring things from a different perspective. Yes, to change lives too.
And if you just get the lyrics of your favorite song tattooed over your chest.

GIA MARGARET

shares on their new plant
There’s Always Glimmer
a whole lot of these moments, which you don’t want to miss anymore, which might get a meaning for the very private eternity.

You have to get involved with their little, intimate stories, you have to want to listen.
Like a music box that you wind up to switch off, calm down and come down before falling asleep, her songs come quietly and carefully (like the short Intermezzo For Flora), otherwise wide and broadly extended quiet guitars, a singer-songwriter-folk-pop-pop-shoegaze album that is waiting to be discovered and that knows how to please with its playful synthie interjections as well as the gentle lyrics (Smoke) that carefully push forward, only underlined with piano sounds, that never cause unrest.
Not only the Chicago artist herself feels influenced by bands like Florist, Yowler, The Sundays or Yo La Tengo, you can hear some of her eternal love for Nick Drake in her calm and enthusiastic Slow-Folk.

It is usually little more than a whisper, an in-self rest, a quiet revelation. Somewhere between the disappearing love (The Night Came And You Were Gone..) and the realization that not everything is always easy, on the contrary, sometimes just really stupid and feels mean and unfair.
It is fair to say that this year was a difficult one.
And also with certainty it is easy to listen again and to soak up these one to the rest compelling sounds.

At the current temperatures, perhaps just the right music to let yourself go, to be seduced, to sit back and simply to enjoy.

Ein Kommentar zu „Langsames Gleiten: GIA MARGARET – There’s Always Glimmer

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