denmateba.jpg

(photo & allrights: DEN-MATE / facebook)

° ° °

Für Freunde der eingängigen Dreampop-Fraktion gibt es hier ein Album zu entdecken, dass widerspenstig-eingängige Songs mit Melodie-Loops verbindet, weniger synthetisch als die Kollegen von Young Galaxy oder Chvrches, dafür erdverbunden und ehrlich, direkt aus ihrem in unser Herz.

DEN-MATE

sind zuvorderst Sängerin & Songschreiberin Jules Hale, hinzu kommen ihre Mitstreiter Jonah Welt, Jon Weiss, Peter Lillis und Rick Irby die hier einen gefestigten Eindruck hinterlassen.

Die in Washington, DC ansässige Künstlerein, die im vergangenen Jahr mit ihrer EP Entropoii für einiges Aufsehen sorgte, reflektiert auf ihrem Debüt-Album
Loceke
aus verschiedenen Perspektiven mit unterschiedlich handelnden Personen eine Vielzahl von alltäglichen Situationen. Ein Album über das Leben, die Geburt, die Wiederauferstehung, Dunkelheit und Erneuerung.
Eine Vielzahl unterschiedlichster Erlebnisse, die hier eingebettet in willkommenes Songwriting mit allem, was das Indie-Pop-Herz begehrt.

Loceke
stellt auch eine Art Selbstfindungsprozess dar, ein Klarwerden über die eigene Persönlichkeit und Erlernen einer positiven Selbstreflexion ohne Zweifel und ohne Berücksichtigung dessen, was man denkt, was andere von einem denken.

Hallige Effekte differieren mit gläserner Klarheit und Direktheit (DC Junkie vs. Country) – in letzterem wird der Song allein durch Jules Gesang getragen und erzeugt gänsehautähnliche Morbidität bevor sich die Rhythmusmaschine in Gang setzt und flirrende Hintergrundgeräusche absorbiert.

Der Titelsong verbindet fernöstliches Ambiente mit zurückgenommenem, fast flüsterndem Gesang, der einlädt, seine Fühler nach Dir ausstreckt und Dich dann doch verpasst, sich aufbaut zu einem brausenden Irgendwas um in Stille auf den Boden zu sinken. Don’t get lost..!

Sick, die neue Single, zu der es auch ein Video gibt, übernimmt mit Shoegaze-Elementen und strahlt engegen seinem Titel ein fast sonniges Wohlgefühl aus. Ein wenig 80ger, ein wenig Yeah Yeah Yeahs, ein wenig Slowdive – fertig.

Zum Abschluss dann ein potentieller Hit, Light geht ans Herz und wirkt gerade im schimmernden Herbstsonnenlicht fast unbezwingbar.

Ein spielerisch professioneller Umgang mit ihren Instrumenten, dazu eine sympathische und gleichermaßen ausdrucksvolle Stimme, fertig ist ein Album, das Lust auf mehr macht und gespannt nach vorne blicken lässt.

° ° °
89/100

DEN-MATE Loceke
Babe City Records, 28.9.2018

denmateco

Charlotte
XOSO
Regine
DC Junkie
Country
Loceke
Sick
Paradise
Still Life
Light

° ° °

° ° °

https://www.youtube-nocookie.com/embed/geysWqI6D4A?rel=0

 

// in english:

Popheartdesires

For friends of the hazy Dreampop faction there is here an album that stubbornly-catchy songs with melody loops to discover, less synthetic than the colleagues of Young Galaxy or Chvrches, but earthy and honest, straight from their into our hearts.

DEN-MATE

are first and foremost singer & songwriter Jules Hale, and their comrades-in-arms Jonah Welt, Jon Weiss, Peter Lillis and Rick Irby who leave a more than solid impression here.

The Washington, DC-based artist, who caused quite a stir last year with her EP Entropoii, reflects on her debut album
Loceke
from different perspectives with different acting persons a multitude of everyday situations. An album about life, birth, resurrection, darkness and renewal.
A variety of different experiences, embedded in welcome songwriting with everything the indie pop heart desires.

Loceke
also represents a kind of process of self-discovery, a clarification of one’s own personality and learning a positive self-reflection without doubt and without considering what one thinks, what others think of one.

Echo effects differ with glass clarity and directness (DC Junkie vs. Country) – in the latter the song is carried solely by Jules vocals and creates goose-skin-like morbidity before the rhythm machine kicks off and absorbs shimmering background noises.

The title song connects Far Eastern ambience with a withdrawn, almost whispering vocals that invites, stretches out its feelers to you and then just misses you, builds up into a roaring something to sink to the ground in silence. Don’t get lost…!

Sick, the new single, which also has a video, takes over with Shoegaze-elements and radiates an almost sunny feeling of well-being contrary to its title. A little 80s, a little Yeah Yeah Yeahs, a little Slowdive – done.

Finally and again, a potential hit, Light goes to the heart and seems almost invincible, especially in the shimmering autumn sunlight.

A playfully professional handling of their instruments, a sympathetic and equally expressive voice, here is what we’ve got – an album that makes you want more and lets you look forward with excitement.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.